Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension: Der Kuss der Lüge - Mary E. Pearson

Inhalt:

Ein Befehl, und das Licht gehorcht. Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder. Sie ist Lia, Königstochter von Morrighan. Am Tag ihrer Hochzeit entflieht sie ihrem goldenen Käfig und lässt ihr bisheriges Leben hinter sich.
Weit entfernt von Morrighan heuert Lia in einer Taverne an. Dort lernt sie eines Abends zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Die beiden sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt Lia sich zu beiden hingezogen. Und ahnt nicht, dass sie längst in größter Gefahr schwebt…


Meine Meinung:

Erst einmal das Cover: es ist wunder schön, aber auf eine sehr düstere Art und Weise. Außerdem ist es mein absoluter Kaufgrund gewesen. Selbst wenn der Inhalt der totale Müll gewesen wäre, hätte ich es nicht schlimm gefunden, das Buch gekauft zu haben. Aber das war es zum Glück nicht.
Die Protagonistin Lia ist ein sehr starker Charakter, sie weiß genau was sie will und setzt alles daran es zu erreichen. Gleichzeitig ist sie aber auch pflichtbewusst und loyal. Sie setzt sich für ihre Freunde ein und stellt sich gegen das Unrecht. Sie besitzt also keinen besonders einzigartigen Charakter, wenn man sie mit anderen Protagonisten aus anderen Büchern vergleicht, was sie aber keinesfalls Langweilig macht.
Was mich etwas enttäuscht hat, war der Klappentext. Denn die Kräfte, die Lia dort zugesprochen werden, besitzt sie (noch?) nicht. In dem Buch ist noch alles sehr unspektakulär, was magische oder übernatürliche Fähigkeiten angeht. Zwar hat die Autorin eine völlig neue Welt erschaffen, aber trotzdem ist sie noch sehr natürlich. Es gibt nur immer mal wieder ein paar Andeutungen, die auf mehr Magie in den nächsten Teilen hoffen lässt.
Der Schreibstiel von Mary E. Pearson ist teilweise sehr spannend und manchmal leider nicht. Dennoch achtet sie auf viele Details, die sie immer wieder aufgreift. So zum Beispiel verletzt sich Lia während ihrer Reise an ihren Händen und seit dem erwähnt sie immer wieder, an passender Stelle, dass Lia noch immer bandagierte Hände hat. Auch werden verschiedene Strenge der Story am Ende zusammen geführt und es bleiben an Ende des Buches nur wenige ungeklärte, aber dafür sehr große, Fragen.
Am meisten hat mich an dem Buch begeistert, dass man nicht weiß wer der Prinz ist und wer der Attentäter ist. Erst nach über der Hälfte des Buches erfährt man wer wer ist. Bei mir hat es für einige Verwirrung gesorgt. Denn ich habe den Attentäter für den Prinzen und anders herum gehalten. Aber ich fand es so toll, dass dieses „Geheimnis“ solange geheim gehalten wurde.  Alleine deswegen empfehle ich jedem dieses Buch, weil ich das einfach so klasse fand.
Der Kuss der Lüge ist ein wunderbarer Auftakt für die Chroniken der Verliebten und ich denke, dass diese Reihe eindeutig Suchtpotenzial hat.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen