Samstag, 9. Januar 2016

Rezension: Böses Blut von Rhiannon Lassiter

Inhalt: 

Alles nur ein Spiel? Ein altes Haus. Eine geheime Kammer. Eine grauenerregende Entdeckung. Hätte Kathrin geahnt, was sie im Kinderzimmer ihrer verstorbenen Mutter erwartet, hätte sie die Tür zum geheimen Spielzimmer nie geöffnet. Sie hätte die Vergangenheit ruhen lassen. Aber die Vergangenheit ruht nicht…



Rezension:

In diesem Buch dreht sich alles um Namen, vom Spitznamen der beiden Stiefgeschwister Kat und Cat, bis hin zu dem Spiel, welches sich die verstorbene Mutter, von Kathrin, und ihre zwei Freundinnen ausgedacht haben. Gerade am Anfang ist es ein riesen hin und her, immer mehr Charaktere werden vorgestellt, bevor man sich auch nur ein Bild von ihnen gemacht hat. Nach dem man das dann endlich geschafft hat, werden die Namen im Zuge des Spiels geändert und alle Charaktere fangen an zu verschwimmen und man hat sehr oft diesen: „Warte-mal-wer-ist-das-jetzt“-Moment.

Mit seinen düsteren Orten, welche die Autorin realistisch beschreibt, den düsteren und dunklen Wald als auch das alte Herrenhaus sind mir trotz der größeren Lücken, die ich (dank meiner Klausuren Phase) machen musste, in Erinnerung geblieben, die einzelnen überquellenden Bücherregale, die in jedem Raum des Hauses stehen und das leicht heruntergekommene welches diese einzigartige Haus aus macht, erschafft die Autorin ein Einzigartiges Kopfkino. Trotzdem würde ich nicht auf eine Verfilmung hoffen, denn die Komplexität könnte kaum in einem Film aufgenommen werden.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man kann alles nachvollziehen, manchmal auch voraus ahnen, was sie tun (werden). Trotz dem baut man zu ihnen keine starke Bindung auf. Fast jeder Charakter kommt mal ran um die aktuellen Geschehnisse aus seiner Sicht zu schildern, so bekommen wir eine Menge Puzzleteile, die man zusammen setzten kann, und sollte. Denn das Ende klärt zwar einiges aber ohne die eigenen Verknüpfungen, der Ereignisse, würde mir einiges am Ende fehlen.

Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt. Durch das Zitat der Bulletin Jugend & Literatur (>>Ein eindrucksvoller Roman, dessen bizarre Figuren, finstere Charaktere und düstere Szenarien den Leser bis in die Träume verfolgt<<) habe ich einfach etwas Erwartet. Gerade durch das Zitat, dachte ich ehr an eine krassen Psycho Thriller und, im Vergleich, hat man dann einen leichten Fantasie Thriller für Jugendliche bekommen. In erster Linie war das sehr Enttäuschend, aber  trotzdem ist das Buch in Originalität und Einzigartigkeit nicht zu übertreffen.

Zum Schluss hin zeigt einem das Buch, wie wichtig Namen sind und liefert den ein oder anderen Denkanstoß, ich jedenfalls werde das Buch immer mal wieder gerne Lesen.

Böses Blut ist leider kein Buch für den großen Hype sondern ehr für eine nachdenkliche Woche zwischen durch. Ich empfehle es allen die mal was anderes, als eine  0815 Dreiecksbeziehung lesen wollen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen